"Der Geist der Gewalt ist so stark geworden,
weil die Ge walt des Geistes so schwach geworden ist".
Leonhard Ragaz, Schweizer Theologe und Pazifist (1868–1945)
Verstehen beginnt mit Fragen.
Die Welt ist kompliziert geworden. Oder vielleicht war sie das schon immer und wir bekommen heute nur mehr davon mit.
Kriege und geopolitische Verschiebungen, gesellschaftliche Konflikte, wirtschaftliche Interessen, neue Technologien und alte Machtfragen bestimmen die öffentliche Debatte. Vieles davon wird schnell erklärt, eingeordnet und bewertet.
Wir möchten einen Schritt vorher beginnen.
Was geschieht hier eigentlich? Welche Interessen, Entwicklungen und Zusammenhänge wirken im Hintergrund? Was wissen wir – und was glauben wir nur zu wissen?
Journalismus bedeutet für uns deshalb nicht, möglichst schnell eine Antwort zu liefern. Manchmal beginnt Erkenntnis einfach nur mit einer guten Frage.
Aus der Schweiz mit Blick auf die Welt.
Transition TV ist ein Schweizer Medium. Hier sind unsere Wurzeln, von hier aus schauen wir auf das Weltgeschehen.
Wir beschäftigen uns mit Schweizer Politik und Gesellschaft ebenso wie mit den grossen geopolitischen Entwicklungen unserer Zeit. Dabei interessiert uns besonders die Verbindung zwischen beiden: Was bedeutet das, was in der Welt geschieht, für die Schweiz? Und welche Rolle kann die Schweiz in dieser Welt spielen?
Unser Blick endet deshalb weder an der Landesgrenze noch beginnt er erst jenseits davon.
Wir zeigen Perspektiven, die fehlen.
Eine lebendige Öffentlichkeit braucht unterschiedliche Stimmen.
Wir sprechen mit Menschen, deren Analysen, Erfahrungen und Sichtweisen in der öffentlichen Debatte zu kurz kommen. Wir suchen Zusammenhänge, die hinter einer Schlagzeile verschwinden, und betrachten internationale Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Nicht, weil jede andere Perspektive automatisch richtig ist.
Sondern weil man sich ein eigenes Urteil erst bilden kann, wenn man mehr als eine Perspektive kennt.
Uns interessiert nicht nur, was nicht funktioniert.
Krisen zu beschreiben ist wichtig. Dabei stehenzubleiben, ist uns zu wenig.
Deshalb berichten wir auch über Menschen, Ideen und Projekte, die etwas ausprobieren, verändern oder bereits anders machen.
Und wir stellen Fragen, die über das aktuelle Tagesgeschehen hinausreichen:
Was verstehen wir vielleicht noch nicht?
Was können wir selbst tun?
Was funktioniert bereits?
Wie wollen wir eigentlich leben?
Dabei kann es um Politik und Wirtschaft gehen, aber genauso um Gemeinschaft, Beziehungen, Selbstbestimmung, Kultur, Philosophie oder ganz praktische Lösungen.
Denn gesellschaftliche Veränderung beginnt nicht nur in Parlamenten und Institutionen. Sie beginnt auch damit, wie Menschen denken, miteinander umgehen und handeln.
Wir sind Journalisten, keine Aktivisten.
Wir haben eine Haltung. Aber unsere Aufgabe ist nicht, unserem Publikum vorzuschreiben, welche Haltung es haben soll.
Wir recherchieren, fragen nach und machen Zusammenhänge sichtbar. Wir nennen nach Möglichkeit unsere Quellen und unterscheiden zwischen Nachricht, Analyse und Meinung.
Unsere Gesprächspartner müssen nicht unserer Meinung sein. Und auch innerhalb unserer Redaktion müssen nicht alle dasselbe denken.
Journalismus wird für uns dort interessant, wo eine Frage noch nicht beantwortet ist.
Wir trauen unserem Publikum zu, selbst zu denken.
Vielleicht ist das unser wichtigstes Versprechen.
Wir möchten weder Angst erzeugen noch Gewissheiten verkaufen. Wir wollen Informationen, Gedanken und Perspektiven anbieten, mit denen sich jeder selbst ein Bild machen kann.
Man darf uns zustimmen. Man darf uns widersprechen. Und man darf nach einer Sendung zu einem ganz anderen Schluss kommen als wir.
Denn unabhängiger Journalismus braucht ein unabhängiges Publikum.
Transition TV möchte dafür einen Raum schaffen.
Zum Verstehen. Zum Vernetzen. Und vielleicht auch zum Verändern.
Wer hinter TTV steht
Träger von Transition TV ist der Verein Transition TV.
Der Verein wurde im April 2020 gegründet und hat seither verschiedene unabhängige Medien- und Vernetzungsprojekte aufgebaut und begleitet. Dazu gehören die Informationsplattform Transition News, die Unterstützung des Netzwerks Graswurzle bei seiner Gründung und schliesslich Transition TV.
Was als Projekt begann, hat sich inzwischen zu einem eigenständigen journalistischen Angebot entwickelt – mit regelmässigen Sendungen, Interviews, Analysen, Reportagen und Gesprächen aus der Schweiz und mit Blick auf die Welt.
Präsident des Vereins ist lic. iur. lic. oec. HSG Vital Burger.
Wie wir uns finanzieren
Transition TV finanziert sich durch Spenden und freiwillige Beiträge.
Hinter unserer Arbeit stehen weder ein Medienkonzern noch eine politische Partei oder ein einzelner Geldgeber, von dem wir abhängig sind.
Das gibt uns die Freiheit, unsere Themen und Gesprächspartner nach journalistischen Kriterien auszuwählen.
Diese Unabhängigkeit funktioniert allerdings nur, wenn Menschen unsere Arbeit für wichtig genug halten, sie mitzutragen.
Dabei setzen wir auf einen einfachen Grundsatz: Professionelle journalistische Arbeit soll auch professionell bezahlt werden. Die Mitarbeitenden von Transition TV arbeiten im Auftragsverhältnis und werden nach Durchschnittslöhnen honoriert. Niemand sollte gute journalistische Arbeit nur deshalb aufgeben müssen, weil sie sich finanziell nicht tragen lässt.
Wir verzichten bewusst darauf, unsere Sendungen hinter eine Bezahlschranke zu stellen. Unsere Inhalte sollen für alle zugänglich sein.
Wer Transition TV unterstützt, bezahlt deshalb nicht für den eigenen Zugang, sondern trägt dazu bei, dass dieser Zugang für alle möglich bleibt.
Und dafür sind wir dankbar.
Über uns
Unterwegs zur nächsten Welt: verstehen – vernetzen – verändern
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