Am 29. August 2026 versammelten sich auf dem Berner Bundesplatz Menschen zu einer Kundgebung für Neutralität und Frieden. In den hier dokumentierten Reden steht die Forderung im Zentrum, die Schweiz müsse zu einer konsequenten Neutralität zurückkehren und das Völkerrecht gegenüber allen Staaten nach denselben Maßstäben anwenden.
Urs Hans eröffnet seine Rede mit einem Blick auf die geopolitische Lage in Europa und den Krieg in der Ukraine. Dabei bezieht er sich auf Aussagen des ehemaligen US-Obersts Lawrence Wilkerson, wonach die politische Entwicklung Europas über Jahrzehnte gezielt durch amerikanische und westliche Geheimdienste beeinflusst worden sei. Urs Hans sieht darin auch eine Erklärung für den heutigen Kurs vieler europäischer Regierungen gegenüber Russland – und fragt, weshalb inzwischen selbst Teile der politischen Linken und der Grünen diesen Kurs mittragen.
Christoph Pfluger kritisiert insbesondere die zunehmende Annäherung der Schweiz an die NATO und warnt vor einer schleichenden Einbindung des Landes in die geopolitische Konfrontation mit Russland. Dabei geht es auch um die Frage, welche Rolle Aufrüstung, wirtschaftliche Interessen und die Erzeugung von Angst in der gegenwärtigen europäischen Sicherheitsdebatte spielen.
Neutralität, so Christoph Pfluger, sei nicht nur ein außenpolitisches Prinzip. Sie sei Voraussetzung dafür, dass die Schweiz ihre Rolle als unabhängiges, friedensorientiertes und vermittelndes Land bewahren könne.
https://neutralitaetsrat.ch/
«Die Schweiz steht bereits in einem hybriden Krieg» | Urs Hans & Christoph Pfluger auf dem Bundesplatz
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