«Jetzt redet Thomas Süssli» – das Interview mit dem Nebelspalter verspricht Enthüllungen zum F-35-Skandal. Aber es zeigt, dass Süssli mehr weiss, als er zugibt.
Wer in den Nationalrat will, möchte mit weisser Weste antreten. Doch der F-35-Skandal hinterlässt auch Flecken beim ehemaligen Armeechef. Thomas Süssli hat den Festpreis öffentlich verteidigt. Den Vertrag, den er nie gelesen haben will, sei schwer verständlich. Die Beschaffungskriterien will er nur teilweise gesehen haben. Wie passt das zusammen? Und warum führt der Nebelspalter in einer so brisanten Geschichte ein derart nettes Interview?
Christoph Pfluger nimmt diesen politischen Waschgang unter die Lupe: Was wusste Süssli wirklich? Was hat er kontrolliert? Und warum klingt er so sicher, wenn er einen Vertrag erklärt, den er nach eigener Aussage gar nicht gelesen hat?
Sein Untergebener Peter Merz leitete das Projekt «Neues Kampfflugzeug». Soll der oberste Soldat bei einem Geschäft für mehr als sechs Milliarden Steuerfranken tatsächlich so wenig gewusst haben? Der Verdacht drängt sich auf: Süssli weiss mehr, als er offenlegt.
Warum unterstützt er öffentlich gegen eigene Zweifel den Bundesrat anstatt einfach zu schweigen? Wer das Vertrauen der Wähler sucht, muss klare Antworten liefern, sonst gehört er nicht in den Nationalrat.
Video-Interview beim Nebelspalter:
F-35-Skandal: Jetzt redet Thomas Süssli
Süsslis Weste in der Wäscherei Nebelspalter
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