Im Gespräch erläutert der Hirnforscher Gerald Hüther die neurologischen Mechanismen, die Menschen in Routinen und Weltbildern gefangen halten und führt aus, dass Veränderung nur aus einem selbst kommen kann.
Schon Immanuel Kant schrieb: „Aufklärung ist der Weg aus der unverschuldeten Unmündigkeit. Und unmündig ist ein Mensch nicht, weil er zu wenig Verstand hat. Sondern, einem unmündigen Menschen fehlt der Mut, seinen Verstand zu nutzen.“ Doch was genau bedeutet es, seinen Verstand zu nutzen? Die meisten Menschen würden wohl von sich behaupten, dass sie dies tun, und dennoch gelangen sie zu völlig anderen Ansichten als andere, die ebenfalls von sich glauben, ihren Verstand zu nutzen. Im Interview führt Gerald Hüther seine Erkenntnisse aus der Hirnforschung aus und beschreibt, wie Menschen sich wirklich ihres Verstandes bedienen.
„Vor lauter kognitiven Versuchen, die Welt zu verstehen, holen wir uns immer mehr Informationen und kommen immer weniger an den Punkt, wo wir wirklich erkennen können, worauf es ankommt“, sagte Gerald Hüther in einem Interview mit Focus.
https://www.focus.de/gesundheit/news/hirnforscher-gerald-huether-wir-informieren-uns-zu-tode_id_155231593.html
https://www.gerald-huether.de/
Foto Gerald Hüther: Jan Pyko
«Für Mathe ist noch nie jemand zu doof gewesen» - Gerald Hüther im Gespräch mit Elisa Gratias
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